Presse & Dokumentation

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Konzerte 2012

 

Sophie-Véronique Cauchefer-Choplin


Rhein. Post vom 31.1.2012 - (nea)

Brausender Beifall für Orgel Jubiläumskonzert

Ein wundervolles Jubiläumskonzert läutete in der evangelischen Kirche den 25. Haaner Orgelzyklus ein. „Ganz ohne Johann Sebastian!" hieß das Programm, mit dem die französische Organistin Sophie-Véronique Cauchefer-Choplin sehr viele Zuhörer begeisterte. Man staunt, was dem Orgelverein im kleinen Haan über so viele Jahre gelungen ist. Die Königin der Instrumente mit all ihren Klängen und Farben locken heute nicht nur Orgelfans, auch neues Publikum in die Konzerte. Im Gepäck hatte die Titularorganistin aus Paris also nicht Bach, dafür Schätze französischer Orgelromantik. . . .

Aufwühlend ist auch dieTonsprache im fesselnd expressi­ven „Prélude" von Jean-Jaques Grunenwald: In majestätisch lang­samen Passagen bis zu aufbrausen­der Klangkaskade setzte die Orga­nistin Stimmungen in Szene. Dann griff sie in den Farbentopf des deut­schen Romantikers Mendelssohn. Lyrisch, leichtfüßig getupft, kommt sein Andante F-Dur daher. Auch bei dem berühmten Notre-Dame-Organisten Louis Vierne erwies sich Cauchefer-Choplin als Meisterin. Als krönenden Schlussakkord bot die Französin Improvisationskunst vom Feinsten. Entfachte virtuos beim Choral „Herr Christ, der einig Gotts Sohn.." ein Feuerwerk an Va­riationen. Brausender Beifall.

 

Westdeutsche Zeitung vom 01.02.2012 - Oliver Richters

Französische Klarheitan der Haaner Orgel
Pariser Organistinbegeisterte 130 Musikfreunde in der evangelischen Kirche
Von Oliver Richters

Haan. Mit einem großen Erfolg hat die Jubiläumsreihe des Haaner Orgelzyklus' begonnen. Gut 130 Musikfreunde waren in die evangelische Kirche gekommen, um die Pariser Organistin Sophie-Véronique Cauchefer-Choplin zu hören.

Der frühe Konzertbeginn hat sich bereits herumgesprochen
Seitdiesem Jahr beginnen die Konzerte eine halbe Stunde früher, doch scheint dies schon allgemein bekannt zu sein, denn nur eine Handvoll Zuhörer fand sich wie früher um 17 Uhr ein. Da hatte Cauchefer-Choplin - sie war 2009 das erste Mal in Haan zu Gast - bereits die ersten musikalischen Höhepunkte gesetzt. Das Motto des Programms lautete etwas geheimnisvoll „...ganz ohne Johann Sebastian!" und erklärte sich daraus, dass besonders die Form der Toccata gewürdigt wurde. Allerdings ohne die berühmteste Vertreterin dieser Gattung, die eben von Johann Sebastian Bach stammt.
Stattdessenerklangen französische Kompostionen, ergänzt um zwei kleinere Stücke von Mendelssohn, die auch vielen deutschen Organisten unbekannt sind. Aus Paris (wo sie an einer der berühmtesten Orgeln der Welt tätig ist) brachte die Organistin jede Menge Leichtigkeit und Klarheit mit - die fetten, schweren Klänge hingegen fehlten. Stattdessen herrschte gerade in den späteren Stücken des Pro­gramms ein hinreißender Enthusiasmus.

Kantor Gerhard Tributh fuhr seine Kollegin noch am Abend nach Lilie
Nachdem langen Schlussapplaus setzte sich die Musikerin gleich ins Auto: Wegen des Streiks in Belgien fiel die Zugverbindung nach Paris aus. Kurzerhand fuhr Kantor Gerhard Tributh seine Kollegin ins 300 Kilometer entfernte Lilie, wo sie einen Zug nach Hause bekam.  . . .

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Wechsel an der Vereinsspitze
Auf der ordentlichen Mtigliederversammlung vom 24. Januar 2011 wurde ein neuen Vorsitzender gewählt, nachdem Herr Herfet, Vositzender des Vereins seit der Gründung, aus Altersgründen auf eine erneute Kandidatur versichtet hatte. Er hat sich durch seinen unermüdlichen Einsatz für den Orgelverein verdient gemacht und dazu beigetragen, dass in unserer kleinen Stadt jedes Jahr fünf hochkarätige Orgelkonzerte mit internationar Besetzung geboten werden können.

Dazu schreibt die Westdeutsche Zeitung in ihrer Ausgabe vom 26.1.2012:

Die Ära Herfet ist beendet
KULTUR Ali Halboos zum Vorsitzenden des Vereins Orgelmusik gewählt. Von Oliver Richters

Haan.Zu einer besonderen Jahreshauptversammlung trafen sich die Mitglieder des Vereins Orgelmusik Haan am Dienstagabend im Haus an der Kirche. Es ist nämlich in keiner Weise übertrieben, vom Ende einer Ära zu sprechen: Wolfgang Herfet hat nach 25 Jahren seinen Vorsitz aus Altersgründen abgegeben. Dies geschieht im Jubiläumsjahr des Vereins, der sich vor einem Vierteljahrhundert mit Herfet als erstem und bis Dienstag einzigem Vorsitzenden gegründet hat.Das Ende dieser langen und verdienstvollen Zeit dürfte für die Mitglieder des Vereins nicht überraschend gekommen sein, denn Herfet hatte seinen Rücktritt von langer Hand angekündigt. Nun wird das Jubiläum für einen Generationswechsel genutzt. Als Nachfolger konnte Ali Halboos gewonnen werden. Der Mediziner war schon in seinen Jugendtagen ein regelmäßiger Besucher der Haaner Orgelkonzerte und hat selber auch praktische Erfahrungen an der Orgel gesammelt. . . . .

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Konzerte 2011

 

Schusky Patzke Eljabi

Steffanie Patzke, Sopran
Renate Schusky, Orgel
René Eljabi, Oboe

Rhein. Post, 28.3.2011 - Astird Schoene

Barockkonzert krönt Finale

Der 24. Haaner Orgelzyklus endete mit einem beeindruckenden Konzert von Orgel, Oboe und Sopran in der Gruitener Dorfkirche. Werke von Bach, Händel und Purcell zogen die Zuhörer in ihren Bann.

Glänzend einfühlsam und homogen musizierte dieses Trio. Steffanie Patzke (Sopran), René Eljabi (Oboe) und Renate Schusky an der Orgel boten als krönenden Abschluss des 24. Haaner Orgelzyklus feinste barocke Klänge. Und die strahlten in der alten Gruitener Dorfkirche wie in Töne gegossenes Licht.

Das harmonische Miteinander von Sopran, Oboe und Orgel zeigte sich gleich in der ersten Bach-Arie, die sanft pastorale Stimmung verbreitete. Wohlig warm in der Höhe und in tiefen Lagen mit samtiger Erdung leuchtete Steffanie Patzkes Sopran. In Gelassenheit, umschmeichelt von Oboe und Orgel, deutete sie die Arie „Gott versorget alles Leben". René Eljabi beeindruckte mit wunderbaren Tongirlanden und der klaren Schönheit seiner Oboe. Und Renate Schusky tupfte an der Orgel zarte und dunkle Töne als Fundament.

. . . Barocke Heiterkeit mit melodiösen Variationsfolgen versprühte sie in Frescobaldis „Aria detta Frescobal-dana". Ein kompositorischer Künstler war der englische Tondichter Henry Purcell. In zweien seiner farbigen Motetten „A Two Part Song" und im vertonten Shakespeare-Text „Thus the gloomy world" gelang es dem Trio, seine expressive Tonsprache zu vermitteln. Am Schluss erfreute noch einmal Händel. In seinen neun deutschen Arien hat er das Zärtliche und Bezaubernde der lyrischen Stim­mungen eingefangen.

 

   

Westdeutsche Zeitung, 29.3.2011 - Oliver Richters

Barocke Arien zum Abschluss - Beim 25. Haaner Orgelzyklus gibt es ein besonderes Programm.

. . . So war das qualitativ sehr hochwertige Konzert mit Markus Karas besonders schlecht besucht. Eine Tatsache, die den Künstler selbst allerdings wenig geärgert hat, denn er stellte noch am gleichen Abend fest: „Ich habe aufgehört mir darüber Gedanken zu machen, wann und warum viele Leute kommen, oder warum kaum jemand kommt. Das ist oft nicht zu erklären." Etwas mehr Zuhörer fanden sich zwei Wochen später zum Auftritt von Roland Maria Stangier ein. Nach dem Konzert lobte dieser in einer E-Mail ausdrücklich, dass das Haaner Publikum besonders aufmerksam war.

Seiteinigen Jahren wird bei den Haaner Orgelkonzerten kein Eintritt mehr erhoben. Stattdessen werden Spenden gesammelt. Durchschnittlich gibt jeder Besucher etwa fünf Euro. Das ist nicht unbedingt viel Geld für ein Konzert auf dem hohen Niveau, das der Zyklus durchweg bietet.

Das Abschlusskonzert fand viel Anklang bei den 60 Zuhörern

Zum Abschlusskonzert kamen rund 60 Musikfreunde in die evangelisch-reformierte Kirche in Gruiten. Die Mitorganisatorin der Reihe, Renate Schusky, spielte mit der Sopranistin Steffanie Patzke und René Eljabi (Oboe) ein Programm mit barocken Arien von Bach, Händel und Purcell, das viel Anklang bei den Zuhörern fand.

Nächstes Jahr feiert der Orgelzyklus ein Jubiläum. Deshalb versprach Gerhard Tributh vor dem Konzert den Zuhörern eine besondere 25. Saison - ohne allerdings konkret zu werden. Unter der Hand war aber zu hören, dass dann niederländische und französische Spitzen-Organisten in Haan zu Besuch sein werden.

 

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Roland Maria Stangier

Westdeutsche Zeitung, 16.3.2011 - Oliver Richters

Meditative Musik zur Passionszeit

.  . . Überraschend war kurzfristig von der Gemeinde für Sonntagabend noch eine Messe angesetzt worden - so stand das Konzert etwas unter Zeitdruck und endete mit kurzem Applaus und ohne Zugabe.

Die Musik litt nicht darunter, hatte der Essener Professor Roland Maria Stangier doch ein meditatives, sehr konzentriertes Programm zur Passionszeit zusammen gestellt. Es enthielt fast ausschließlich Werke der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Da waren zunächst vier Choralbearbeitungen des deutschen Impressionisten Sigfrid Karg-Elert, die die besonderen Ruhepole des Konzertes bildeten. Außerdem standen einige französische Kom-positionen auf dem Programm, darunter auch einer der drei Choräle von Franck, die sich wie ein roter Faden durch den diesjährigen Orgelzyklus ziehen.

Zum Abschluss stellte Stangier seine Fähigkeiten als Improvisator unter Beweis. Aus Zeitgründen durfte nicht das Publikum Themen vorschlagen. Stattdessen stellten Renate Schusky und Bernhard Theusen die Choräle "O Mensch bewein dein Sünde groß" und "Mein schönstes Zier und Kleinod ist" zur Aufgabe.Stangier verarbeitete sie in einer ergreifenden Orgelsonate, die sich nahtlos an das zuvor Gehörte anpasste.

 

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Karas

Markus Karas

 

Sonntag, 27. Februar 2011, Katholische Pfarrkirche Haan

Markus Karas spielte unter dem Titel "Congratulations" Werke von Franz Liszt, Johann Sebastian Bach, Jehan Alain und eigene Werke

 

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Fiseisky

Alexander  Fiseisky

 

Westdeutsche Zeitung, 15.2.2011 - Oliver Richters

"West-Östliches" und eine Überraschung

Der Organist Alexander Fiseisky war zum dritten Mal zu Gast beim Haaner Orgelzyklus.

Haan. Es kommt selten vor, dass ein auswärtiger Musiker mehrmals beim Haaner Orgelzyklus auftritt. Umso bemerkenswerter ist es, dass am Sonntag der Moskauer Organist Alexander Fiseisky bereits zum dritten Mal in Haan zu Gast war. Unter dem Motto "west-östliches und ein Jubilar" spielte er in der evangelischen Kirche. 

Gleich zu Beginn erlebten diezahlreichen Orgelfreunde eine Überraschung: Das Programm bot zwar einen französischen und einen deutschen Komponisten des 19. Jahrhunderts - nämlich Cesar Franck und Franz Liszt (den Jubilaren) - und auch zwei moderne russische Tonsetzer, doch keinen älteren Werke. Deshalb ergänzte Fiseisky das Programm spontan um "Toccata, Adagio und Fuge" von Bach. Das Stück interpretierte er zwar mit moderner Leichtigkeit, andererseits aber auch im Geiste der großen Virtuosen des vergangenen Jahrhunderts.
Relativ selten erklingen im Orgelzyklus Werke der Avantgarde. Hier schloss Fiseisky eine Lücke mit "Hell und dunkel" von Sofia Gubaidulina aus dem Jahr 1976. Obwohl der Interpret dabei gelegentlich mit beiden Ellenbogen die Tastatur traktiert, bleibt die faszinierende Musik immer fasslich und verständlich.

 

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Michal Markuszewski

 

Westdeutsche Zeitung, 1.2.2011 - Jascha Greve

Sanft und verpielt improvisiert - Michal Markuszeweski aus Polen eröffnete 24. Haaner Orgelzyklus.

Haan. Gleich mit zwei Premieren ist der Haaner Orgelzyklus in die 24. Spielzeit gestartet. Zu Gast in der evangelischen Kirche an der Kaiserstraße war Michal Markuszewski aus Polen, Jahrgang 1980. "Er ist der erste polnische Künstler, der im Haaner Orgelzyklus auftritt. Und er ist auch der jüngste", sagte Bernhard Theusen, künstlerischer Leiter des Vereins "Orgelmusik Haan", der die Konzertreihe organisiert. . . .

An  diesem Abend spielte er viele Stücke von polnischen Komponisten, teilweise alte Werke aus dem Danziger Tabulaturbuch von 1591 und ebenso Unbekanntes, wie ein Stück von Gustaw Roguski. Aber auch Johann Sebastian Bach ist in seinem Programm vertreten sowie eigene Improvisationen . . .
Markuszewski schöpft die klanglichen Möglichkeiten der Lobback-Orgel hervorragend aus. Dabei lässt er sie teilweise sanft schwingen oder auch forsch ertönen. Die wunderbare Akustik der Kirche und der verspielte Stil des Organisten machen das Konzert zu einem kurzweiligen Erlebnis. Nach einer guten Stunde ist Schluss. Markuszewski wird mit lautem Applaus verabschiedet.

 

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Konzerte 2010

   

Westdeutsche Zeitung, 23.3.2010 - Oliver Richters

Musik weicht "Grenzen" auf

ORGELZYKLUS  Zum Konzert in Gruiten kamen fast nur Besucher aus Haan. Bei den Veranstaltungen zuvor waren die Stadtteile unter sich geblieben.

Gruiten. Ob Haan und Gruiten wirklich so zusammengewachsen sind, wie vor 35 Jahren bei der Vereinigung der beiden Orte geplant war? So ist zu beobachten, dass kaum Musikfreunde Konzerte besuchen, die in dem jeweils anderen Stadtteil stattfinden.
Umso ungewöhnlicher war der Anblick der Evangelisch-reformierten Kirche in Gruiten beim Orgelkonzert am Sonntag: Fast nur Haaner saßen im Publikum. Dies lag aber ganz einfach darin begründet, das dieses Konzert Teil des Haaner Orgelzyklus war, der auch jedes Jahr ein Konzert in Gruiten organisiert. Zu Gast war die Haaner Organistin Renate Schusky mit ihrem "Trio Concertante", nämlich der Flötistin Heike Zehe und Ruth-Maria Kosow an der Geige

Es war das letzte Konzert des 23. Orgelzyklus
Unter dem Motto "Erbarm dich mein, o HerreGott" hatten sie ein Programm mit barocker Kammermusik zur Passionszeit zusammengestellt. Dabei erklangen Choräle und Sonaten von Komponisten wie Bach, Telemann und Händel. Es war das letzte Konzert des 23. Zyklus.
Der Verein "Orgelmusik Haan" kann mit der Saison zufrieden sein: Rund 80 Besucher kamen jeweils zu den Konzerten. Lokalmatador Gerhard Tributh lockte sogar mehr als 100 Zuhörer an. Auffallend war die Entwicklung der Spenden, die anstatt eines Eintritts gesammelt werden: Im ersten Konzert wurde ein ungewöhnlich hoher Beitrag verzeichnet, der dann aber bis zum Ende des Zyklus so stark zurück ging, dass schließlich wieder der Durchschnitt der vergangenen Jahre erreicht wurde.
Mit besonderer Freude beobachtete der Verein auch, dass das Konzert mit irisch-schottischer Volksmusik ein anderes Publikum als sonst angesprochen hat

» Am 30. Januar 2011 soll der 24. Zyklus beginnen, doch auch für die Jubiläumssaison 2012 wird bereits eifrig geplant."

 

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Heike Zehe, Querflöte
Ruth-Maria Kosow, Violine
Renate Schusky, Orgel

 

Rhein. Post, 23.3.2010 - Astrid Schöne

Barocke Werke zu Kostbarkeiten verwandelt

Gruiten. Was dieses Konzert zu einem feinen Hörgenuss machte, war das lebendige Musizieren des "Trio Concertante". Zum Abschluss des Orgelzyklus spielten Heike Zehe an der Querflöte, Ruth-Maria Kosow an der Violine und Renate Schusky an der Orgel Kammermusik zur Passionszeit. Barocke Werke, die das wunderbar aufeinander eingespielte Ensemble in kleine Kostbarkeiten verwandelte. Dieses Konzert setzte den Schlussakkord zur 23. Auflage des Haaner Orgelzyklus.
Gleich mit der ersten Trio-Sonate in e-Moll bezauberten die Musikerinnen ihr Publikum, machten Telemanns Gesanglichkeit, seine warmen leuchtenden Farben hörbar. Violine und Querflöte setzen ihre Stimmen wie strahlende lichter über den Generalbass, mal federleicht und heiter, mal getragen und feierlich. In Telemanns h-Moll Largo brannte danach Ruth-Maria Kosow ihr violinistisches Feuer ab, aber ein schön sanftes, in melodischen Kantilenen. Mit zart gewebten Tönen entlockte sie den Saiten eine Fülle klanglicher Feinheiten.

Bach-Choral begeisterte
In dem schlichten Barockkirchlein von Gruiten-Dorf hört man besonders gern Bach. Sein Choral "Erbarm dich mein, o Herre Gott" stand im Mittelpunkt. Ein kurzes Adagio aus der Violinsonate h-Moll führte hinein. Renate Schusky ließ das Vorspiel mit der prägnanten Seufzer-Motivik, die auf das Choral-Gebet einstimmt, auf der Schuke-Orgel transparent erklingen. Von hämmernden Akkorden begleitet, entfaltet sich die Melodie des Chorals in einer zart registrierten Sopranstimme. Den bittenden Charakter des Textes setzte die Organistin ausdrucksvoll in musikalische Sprache um.

Zugabe und viel Applaus
Auch die zweite Interpretation, die ernste und getragene Choralbearbeitung vom Bachschüler J. L. Krebs, berührte in ihrer Innigkeit. Spezielles "Solofutter" für die Querflöte bot Händels Sonate XI h-Moll. Eine Musik zum Dahinschmelzen. Einfühlsam von der Orgel begleitet, gelang Heike Zehe eine fantastische Interpretation in einem träumerischen und filigranen Spiel. Nicht nur durch die Kunst der Verzierung, auch durch Klangschönheit der in der Tiefe satten und in der Höhe zarten Flötentöne.
In einem fein abgestimmten Ensembleklang machte das Trio, dann in Tomaso Albionis Trio-Sonate f-Moll die barocke Melodik des venezianischen Komponisten hörbar. Nach dem virtuosen Schlusspunkt, der von Einfallsreichtum übersprudelnden Trio-Sonate von C. Ph. E. Bach, seufzte eine Dame im Publikum: "Schade, schon zu Ende." Noch nicht ganz. Es gab noch eine Zugabe und ordentlich Beifall für das wunderbare Konzer

 

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Ulrike von Weiß, Orgel
Claus von Weiß, Whistles

 

Westdeutsche Zeitung, 9.3.2010 - ori

Irische Flöte und Orgel im Einklang

Die Besucher der Konzerte des Haaner Orgelzyklus' haben in 23 Jahren bereits einige musikalische Höhepunkte zu hören bekommen. Das Konzert, das am Sonntag in der evangelischen Kirche stattfand, war jedoch noch einmal etwas ganz Besonderes.


Auf dem Programm standen diesmal nicht Choräle und Fugen, sondern Reels und Jigs, irisch-schottische Tänze und Lieder. Klaus und Ulrike von Weiß, eine Kirchenmusikerin und ein Folk-Musiker, bilden das Duo "Planxties & Airs" und überraschten, die Zuhörer mit der ungewöhnlichen Kombination von irischen Flöten und Kirchenorgel. Nach wenigen Takten wurde deutlich, dass diese Kombination so selten wie überzeugend ist: Whistle und Orgel ergänzten einander zu einem beeindruckenden Klangbild. Schöne Melodien und fröhliche Tänze wechselten sich in einem mitreißenden Rhythmus ab.


Der Orgelzyklus endet in zwei Wochen mit einem Konzert des "Trio Concertante". Das Konzert sollte ursprünglich in der katholischen Kirche in Gruiten stattfinden, muss wegen Renovierungsarbeiten jedoch in die evangelische Kirche in Gruiten-Dorf verlegt werden.

 

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Gerhard Tributh

 

Am 7.2.2010 spielte Gerhard Tributh in der evangelischen Kirche in Haan sein Programm "Toccaten".
Die Zuhörer der gut besuchten Veranstaltung hörten Werke von Joh. Sebastian Bach, Dietrich Bextehude und Max Reger und dankten mit reichem Applaus.

 

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Winfried Bönig

 

Am 21.2.2010 präsentierte Winfried Bönig (Kölner Dom) vor dankbarem Publikum in der Katholischen Pfarrkirche Haan sein Programm "Sei gegrüsset, Jesu gütig" mit Werken von Joh.Seb. Bach, W. A. Mozart, S. Karg.Elert und Ch. Tournemire.

 

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Prof. Jürgen Kursawa

 

Westdeutsche Zeitung, 26.1.2010 - Oliver Richters

Drei Stücke für einen Könner - 23. Orgelzyklus beginnt mit Großwerken der Musikliteratur
Unter dem Motto "kunstvoll-virtuos" startete am Sonntag der 23. Haaner Orgelzyklus in der katholischen Kirche. Vor einem großen Publikum spielte Jürgen Kursawa ein überschaubares Programrn, das nur aus drei Stücken bestand.
Jedoch handelte es sich ausnahmslos um Großwerke der Orgelliteratur, die in vielerlei Hinsicht höchsten Ansprüchen gerecht werden. Bernhard Theusen hatte es bereits am Vorabend im Angesicht des Programms auf den Punkt gebracht: "im ersten Stück zeigt die Orgel, was sie kann, im zweiten der Komponist und im dritten der Organist."

 

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Konzerte 2009

 

Renate Schusky

Heike Zehe

Ruth-Maria Kosow

 

Rheinische Post, 17.3.2009 - Astrid Schoene

Trio Concertante beendet Orgelzyklus
Drei Musikerinnen bescherten dem Publikum in der fast vollbesetzten Evangelisch-reformierten Gruitener Dorfkirche ein himmlisches Klangerlebnis. Zu Gast war das Trio Concertante, das mit kammermusikalischen Perlen den 22. Orgelzyklus ausklingen ließ.
Die Querflötistin Heike Zehe, die Violinistin Ruth-Maria Kosow und die Organistin Renate Schusky sind ein meisterliches Trio, einfühlsam und sensibel aufeinander abgestimmt. Im Gepäck hatten die Damen barocke Kostbarkeiten, Feierliches, Verspieltes, Elegantes, Expressives. Ihre Virtuosität zeigte sich schon im Auftakt, in der Händelschen Sonate c-moll. Der Zuhörer konnte sich zurücklehnen, die Augen schließen und den kompositorischen Reichtum Händels genießen. Mit lupenreinen Flötentönen und klanglichen Feinheiten von Violine und Bass verschmolzen die Instrumente im kantablen Miteinander. . . . .
Brausender Beifall
Eine spielerische Herausforderung ist Telmanns h-moll-Sonate. Im Dialog der reich verzierten Stimmen ließ Heike Zehe ihre Querflöte singen und vereinte sich spielerisch virtuos mit der Violine. Am Ende glänzte das Ensemble noch einmal mit einer schwelgerischen Sonate von Händel. Beifal umbrauste das Trio oben auf der Empore.

 

Westdeutsche Zeitung, 17.3.2009 - Oliver Richters

Applaus nach der ersten Sonate 
Am Sonntag ist der diesjährige Orgelzyklus zu Ende gegangen.
Mit Orgel, Querflöte und Violine hat das Trio Concertante am Sonntagabend in der evangelisch-reformierten Kirchengemeinde das Abschlußkonzert des diesjährigen Orgelzyklus gegeben. Georg Friedrich Händel und sein Zeitgenosse Johann Sebastian Bach, aber sicher auch die hochkarätigen Musikerinnen bescherten der Kirche einen unerwartet hohen Besucheransturm: Über 80 Musikfreunde waren gekommen -darunter viele Haaner- um dem klassischen Konzert zu lauschen.
. . . Immerhin  wechseln sich 15 unterschiedliche Kompositionen, einige davon mehrsätzig, in den 70 Minuten des Konzerts ab. Im Mittelpunkt stehen dabei Händel, dessen 250. Todestag in diesem Jahr begangen wird und sein gleichaltriger Zeitgenosse Johann Sebastian Bach. Da Händel so gut wie keine Sololiteratur für Orgel hinterlassen hat, ist dies eine willkommene Möglichkeit, das Gedenkjahr in den Orgelzyklus zu integrieren. . . .
Beim Verein Orgelmusik Haan laufen die Vorbereitungen für den nächsten Konzertzyklus bereits auf vollen Touren. Der Erfolg gibt den Veranstaltern recht, denn nicht nur bei diesem Schusskonzert herrscht ein lebhaftes Besucherinteresse. So werden sich zahlreiche Musikfreunde schon jetzt auf den 21. Januar 2010 freuen, wenn der 23. Orgelzyklus beginnt.

 

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Wolfgang Kläsener
mit seinem 11-jährigen Sohn Johannes, der dem Organisten professionell assistierte.

 

Am 1.3.2009 präsentierte WolfgangKläsener (Wuppertal) in der Katholischen Pfarrkirche Haan sein Programm "Gratulationen 2008/2009" mit Werken von F. Mendelssohn-Bartholdy, Olivier Messiaen, Johannes Brahms und anderen.
Neben Werken der namhaften Komponisten Mendelssohn-Bartholdy, Messiaen und Brahms überraschte Kläsener das Publikum mit Werken der weniger bekannten Komponisten Hugo Distler und Julius Reubke. Das Publikum der gut besuchten Veranstaltung dankte mit anhaltendem Applaus.

 

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Sophie-Véronique Cauchefer-Choplin

 

Westdeutsche Zeitung, 2.2.2009 - Oliver Richters

Eine Improvisation vollerCharme - Organistin aus Paris ging in Haan eigene musikalische Wege.
Es gibt wohl auf der Welt keine Organistenstelle, die einen ähnlichen Ruf besitzt wie die von Saint Sulpice in Paris. Die Orgel der Kathedrale zählt zu den berühmtesten der Welt. Dort wirkten mit Widor und Dupre ein Jahrhundert lang zwei der bedeutendsten Organisten und Komponisten überhaupt, und auch der derzeitige Titularorganist, Daniel Roth, ist eine der führenden Gestalten der Orgelszene.
Seit 1985 heißt seine Stellvertreterin Sophie-Véronique Cauchefer Choplin. Sie gab am Sonntag im Rahmen des Orgelzyklusses ein Konzert in der evangelischen Kirche in Haan. . . .

Deutscher Komponist klang wie ein waschechter Franzose
Die Reise der Organistin von Paris nach Haan wurde schon dadurch belohnt, dass gut 100 Orgelfreunde gekommen waren, um ein Programm zu hören, das unter dem Motto „Raritäten“ stand. Es begann mit Bachs einzigem Orgelwerk zu sechs Stimmen. „Aus tiefer Not schrei ich zu dir“. Dabei ließ Cauchefer Choplin eine Stimme von Kantor Gerhard Tributh spielen, um dem Hörer das Begreifen dieser so dicht gewebten Komposition zu erleichtern.Auch in der anschließenden Mendelssohn-Sonate ging sie eigene Wege, denn der deutsche Komponist klang auf einmal wie ein waschechter Franzose. Von tatsächlichen Franzosen folgten darauf eine ganze Reihe von Stücken, unterbrochen von dem ehedem so beliebten Prelude cis-moll von Rachmaninow und beendet durch eine mitreißende Toccata von Henri Mulet (1878-1967). Aber zu Ende war das Konzert da noch nicht.
Zum Abschluss improvisierte die Organistin über eine Melodie, die ihr das Publikum vorschlug. Sie wählte den Choral „Der Tag bricht an und zeiget sich“, der ihr bis dahin gänzlich unbekannt war. Das Wunder stellte sich bald ein: Die sonst so streng und unwirtlich klingende Melodie von 1609 verwandelte sich in eine süffige französische Orgelsymphonie voller Charme und Esprit. Paris ist eben nur ein paar Zugstunden von Haan entfernt.

 

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Roland Dopfer

 

Rheinische Post, 20.1.2009 - Astrid Schoene

Orgelkonzert mit Gespür für Klangfarben
. . . im neuen Jahr strömten viele Orgelmusikliebhaber in die katholische Kirche. Dort eröffnete der Wuppertaler Kantor Roland Dopfer den 22. Haaner Orgelzyklus. . .
Mit Louis Marchand, einem musikalischen Wunderkind seiner Zeit, wurde das Publikum auf die französischen Romantiker eingestimmt. In "Grand Dialogue" konnte der junge Organist gleich auf der Oberlinger Orgel auftrumpfen: mit viel Spielwitz in der liedhaften Melodik der klanglich sehr unterschiedlichen Sätze.
. . . Aber an diesem Abend gaben die Franzosen den Ton an, wie Charles Marie Widor, der einst Albert Schweizer unterrichtete. Widor gilt als Schöpfer der "Orgelsymphonie". Aus seiner Nr. 5 f-moll stellte Dopfer den ersten Satz vor. Und regiestrierte ihn meisterlich mit Gespür für Widors Einfallsreichtum. . . .

Höchstmaß an Spieltechnik
Furioses zum Ausklang: Marcel Duprés teuflisches "Prélude et Fugue H-Dur", das wahrhaft ein Höchstmaß an Spieltechnik erfordert. Das so virtuos und schwierig scheint, dass der Zuschauer sich wundert, wie man dieses Stück mit nur zehn Fingern und zwei Füßen hinbekommt. Der begeisterte Applaus für den Wupperteler Virtuosen wurde mit einer Zugabe belohnt.

 

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Gerhard Tributh

 

Westdeutsche Zeitung,11.3.2008 - Oliver Richters

Klänge wurden satter und farbiger - Am Sonntag ging der 21. Orgelzyklus mit viel Applaus zu Ende.
Den Haaner Musikfreunden muss es vorkommen, als brächen trostlose Zeiten an: Kaum ist die Kammermusik-Reihe am Freitag zu Ende gegangen, beendete zwei Tage später auch der Orgelzyklus seine Konzerte für diese Saison.
Gerhard Tributh, Kantor der Evangelischen Gemeinde in Haan, spielte auf der Orgel der katholischen Freunde ein Programm unter dem Motto „Barock trifft Spätromantik“. Mit Sigfrid Karg-Elert erklangen Werke eines Komponisten, den man sonst eher weniger mit Tributh in Verbindung bringt, kennt man den Haaner Kirchenmusiker doch als ausgewiesenen Freund der Barockmusik.
. . . In diesem Sinne ging es mit Passionschorälen von Bach, seinem spätromantischen „Jünger“ Max Reger (1873-1916) und dessen Antipoden Karg-Elert (1877-1937) weiter. Es war eine Reise in der Zeit, an der auch die Orgel entschiedenen Anteil hatte: Erklang sie zu Beginn noch barock luftig und durchsichtig, so wurden die Klänge von Komponist zu Komponist satter und farbiger.
Das Konzert endete mit einer „Sonatine“ von Karg-Elert. Der Name scheint da aber ironisch gebraucht zu sein, denn von einer „kleinen Sonate“ (so die Bedeutung von Sonatine) kann bei einer Aufführungsdauer von 25Minuten kaum die Rede sein. Trotz aller Länge bot die Sonatine eine willkommene Abwechslung, . . .
Kein Wunder also, das der Applaus im Anschluss an die gelungene Aufführung kaum aufhören wollte. Übrigens: Am 18. Januar 2009 wird der Orgelzyklus des Vereins „Orgelmusik Haan“ fortgesetzt.

 

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Konzerte 2008

 

Achim Maertins

 

Rheinische Post, 26.2.2008 - Astrid Schoene

Farbenreiches Orgelspiel
Barocke und romantische Klangschönheit erfüllte am Sonntag die gut besuchte Pfarrkirche. Zu Gast in Gruiten beim 21. Haaner Orgelzyklus war Achim Maertins. Mit dem Organisten und Kantor aus Wuppertal konnten die Zuhörer die Schulte-Orgel in ihrer ganzen Solo-Spannweite von klarster Einstimmigkeit bis zum brausenden Tutti erleben.
. . . gleich zum Anfang mit Georg Muffats Toccata c-moll. Ein Bravourstück, üppig an Läufen und Arpeggien, geprägt vom italienischen und französischen Stil und farbenreich und virtous von Maertins dargeboten.
. . . Mit feinen Melodienlinien, lyrisch und erhaben, so stellte der Wuppertaler Organist seinen Bach vor: Zuerst die Fantasie über den Choral "Jesu, meine Freude". Und dann die lebendig gespielte "Fantasie und Fuge a-moll", mit einer aufrüttelnden Fuge.
. . . Ein Hörgenuss war die Sonate C-Dur des kaum bekannten Franz Xaver Schnitzer. Die vier Sätze wurden spritzig interpretiert, mit einem Hauch Mozart, einer Prise italienischer Beschwingtheit.

 

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Ulrich Lamberti

 

Westdeutsche Zeitung, 12.2.2008 - ori

Gast aus der Lutherstadt fasziniert mit Bach-Werken
Einen Freund aus Studienzeiten hat Kantor Gerhard Tributh am Sonntag im Rahmen des Orgelzyklus' begrüßt: Ulrich Lamberti, zurzeit Organist in Wittenberg, hat mit Trbuth sein Handwerk in Düsseldorf gelernt.
Der Gast aus der Lutherstadt lockte trotz des schönen Wetters überraschend viele Musikfreunde in die evangelische Kirche.
. . . Die erste Hälfte des Nachmittags war Johann Sebastian Bach gewidmet. Lamberti verband deutsche Organisten-Tradition mit moderner Aufführungspraxis. In der zweiten Hälfte erklangen Kompositionen des 19. und 20. Jahrhunderts. Neben Schumann und Liszt gab es den Tschechen Milos Sokula zu entdecken. Seine Kompositionen basieren auf  "B-A-C-H" - der große Komponist wurde von seinen Nachfolgern auch als Tonfolge geehrt.
Nach 80 faszinierenden und abwechslungsreichen Minuten  konnt Lamberti den Applaus des Publikums entgegennehmen.

 

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Renate Schusky, CembaloBernhard Theusen, Orgel

 

Westdeutsche Zeitung,29.1.2008 - ori

DasOrgelduo und der Paradiesvogel  - Schusky und Theusen spielten Johann Christian Bach
Er war der Mann in der goldenen Weste (weil er auf einem Portrait eine ebensolche trägt), er arbeitete in Deutschland, Italien und London, für Mozart war er das große Vorbild, und Renate Schusky nannt ihn am Sonntag den "Paradiesvogel" unter den Söhnen Johann Sebastian Bachs: Johann Christian Bach (1735-1782).
. . . Das Haaner Duo Renate Schusky am Cembalo und Bernhad Theusen  widmeten ihr diesjähriges Konzert im Rahmen des Haaner Orgelzyklus diesem mal überschätzten, mal unterschätzten Komponisten. Höhepunkt war ein Quintett in D-Dur, im Original für Bläser und Streicher, doch schon im 18. Jahrhundert von unbekannter Hand für zwei Tasteninstrumente bearbeitet. Freunde Mozarts werden hier gehört haben, wie viel der Salzburger dem "Londoner Bach" zu verdanken hatte.

 

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Prof. Johannes Geffert

 

Rheinische Post, 15.1.2008 - Astrid Schoene

Klangteppichan Stimmungen
Der 21. Orgelzyklus begann in der katholischen Pfarrkirche St. Chrysanthus und Daria Haan virtuos. Johannes Geffert bot ein Programm mit dem Titel „Wie schön leuchtet der Morgenstern“.
Romantisches und Barockes und eine faszinierende Sinfonie standen auf dem Programm: ein Auftakt nach Maß für den 21. Orgelzyklus. Professor Johannes Geffert aus Köln verlieh dem ersten von fünf Orgelsonntagen Glanz, als er die Klangpracht der Oberlinger-Orgel voll entfaltete. Ein verblüffend großes Publikum hatte sich in der katholischen Kirche an der Königstraße eingefunden, um dem Orgelkonzert: „Wie schön leuchtet der Morgenstern“ zu lauschen.
 ....Ein echtes Schmankerl ist eine Orgelbearbeitung aus Händels „Messias“. „Denn es ist uns ein Kind geboren“, von H. Smart. Ein Klassiker, prächtig jubilierend, romantisch, orchestral, mit dem Geffert nachweihnachtliche Stimmung in den noch mit Tannenbäumen geschmückten Kirchenraum zauberte. „Orgelspielen heißt, einen mit dem Schauen der Ewigkeit erfüllten Sinn offenbaren“: Worte des französischen Komponisten Charles Marie Widor. Bei dessen Sinfonie IV F-Dur, als krönenden Abschluss, erwies sich der Organist noch einmal als Meister der Registrierkunst. Eine spannende Musik, bei der er einen Klangteppich an Stimmungen und Farben ausbreiten konnte. Ein Aufbrausen, ein Schweben, eine liedhafte Innigkeit und ein machtvoll aufrüttelndes Finale. Begeisterter Applaus für den Orgelvirtuosen aus Köln.

 

Westdeutsche Zeitung, 15.1.2008 - Valeska von Dolega

Orgelmusik vom Wunderkind
. . . Unter dem sinngebenden Titel "Wie schön leuchtet der Norgenstern" hat Johannes Geffert, einer der führenden deutschen Kirchenmusiker und Organisten, ein anheimelndes Nachmittagsprogramm für den Sonntag zusammengestellt.
. . . Andächtig lauschten die Zuhörer . . . den einzelnen Liedern. Zwischen sphärischen Klängen von filigraner Leichtigkeit mischten sich dichte Notenteppiche, bombastisch, erhaben und volltönend.
Ganz zum Schluß, Georg Friedrich Händel (Chorsatz aus dem Oratorium "Messias"), Heinrich Reimann (Phantasie über den Choral "Wie schön leuchtet der Morgenstern") und auch Teile der von Charles Marie Widor komponierten Sinfonie IV. FG-Dur, op. 13,4 waren verklungen, ertönte anerkennender Beifall.

 

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Konzerte 2007

 

Prof. Wolfgang Bretschneider

 

Rheinische Post, 28.3.2007 - Astrid Schoene

Musikalischer Kreuzweg auf der Oberlinger Orgel in Haan
Marcel Dupré, den sein Schüler einmal den Franz Liszt der Orgel nannte, drückt in seiner Komposition "Der Kreuzweg" nach Texten von Paul Claudel seine tiefe Religiosität aus. Wolfgang Bretschneider, international bekannter Organist beendete und krönte mit diesem Meisterwerk in der katholischen Kirche den 20. Haaner Orgelzyklus. Verständlich und spannend führte er vorab mit kleinen Kostproben in Duprés 14 Stationen des Leidens und Sterbens Jesus ein. . . .
Bretschneider hatte in der Oberlinger Orgel auch ein ideales Instrument für diese geradezu mystisch feierliche Musik gefunden.
. . .Das Spiel Bretschneiders ist brillant. Er betont mehr die meditative als die dramatische Seite des Opus. . .
In der letzten Station hört man zuerst einen Trauermarsch, ferne Totenglocken. Ein Wechsel von Moll auf Dur , zarte Flötenklänge, ein gedämpftes Auf und Ab. Filigrane unendlich lange Töne, eine himmlische Vision. Die Zuhörer waren ergriffen.

 

Westdeutsche Zeitung, 28.3.2007 - Oliver Richters

Orgelklänge wie Musik zu einem Film
… war es ein würdiger Abschluss für die Konzertreihe… Diesmal interpretierte Wolfgang Bretschneider aus Bonn den "Kreuzweg" des französischen Komponisten Marcel Duoré (1886-1).
…Wolfgang Bretschneider lernte den "Kreuzweg" 1956 durch eine Radioübertragung kennen. Seitdem hat ihn der Zyklus nicht mehr losgelassen. Seine Erfahrungen teilte er den Zuhörern nicht nur durch sein Orgelspiel mit: Neben einer ausführlichen Erläuterung im Programmheft, gab er vor Beginn des Konzertes auch eine Einleitung zur der fast anderthalbstündigen Aufführung.
…Bretschneider hatte sich ausdrücklich gewünscht, dass am Ene des Konzertes nicht geklatscht würde. So blieben die Zuhörer ganz unter dem düsteren Eindruck des Kreuzweges, der ihnen an diesem Tag so eindrucksvoll präsentiert wurde.

 

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Immortal-Bach-Ensemble,
Ltg. Morten Schuldt-Jense
n

 

Rheinische Post, 1.3.2007 - Astrid Schoene

Polyphone Kostbarkeiten
Das Immortal-Bach-Ensemble und Markus Karas an der Orgel ließen das fünfte Konzert des Haaner Orgelzyklus' zu einem einzigartigen Hörvergnügen werden. Jeder Ton klang beseelt und transparent bis in die hinteren Kirchenbänke.
...Was für Stimmen! Als kämen sie direkt vom Himmel. Manche Konzerte sind wie eine Umarmung. In ihnen findet die Musik zu sich selbst und der Zuhörer zu der Musik.
Wie faszinierend ein A capella-Chor sein kann, bewies in der vollbesetzten evangelischen Kirche das Immortal-Bach-Ensemble. . .
Atem, Artikulation und gesangliche Reinheit: Bei ihnen stimmte einfach alles. Ein wohlklingendes Instrument, das sich mit der Orgel messen kann. Und diese war mit dem glänzenden Markus Kars besetzt, der im fünften Orgelkonzert alle Register seines Könnens zog. Unter dem hellwachen Dirigat des dänischen Professors Morten Schuldt-Jensen stellte der Chor drei Kyries vor.  . . .

 

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Renate Schusky (l.) und
Heike Zehe

 

Westdeutsche Zeitung, 27.2.2007 - Verena Cavitz

Mit Orgel und Flöte in die Welt des Barock - Renate Schusky und Heike Zehe spielten Händel
Die Abenddämmerung mit sanftem Lichtschein begleitet das Spiel von Querflöte und Orgel. Goldener Schein erleuchtet das barocke Kirchengebäude der Evangelisch-reformierten Kirche Gruiten beim Orgelkonzert "Flauto e basso". Passend zum historischen  Veranstaltungsort stehet für dieses Konzert Bühnenmusik von Georg Friedrich Händel auf dem Programm. . . .
Das harmonische Zusammenspiel von Flöte und Orgel stellen die Musikerinnen bei de Arien aus "Acis und Galatea" unter Beweis. Liebe und Leid in den Erzählungen spiegelt Heike Zehe mit den Flötenklängen wieder . . .
Die Vielfalt der Orgel zeigt sich bei diesem Werk Händels ganz besonders. Sie nimmt verschiedene Klänge unterschiedlicher Instrumente an. "Dieses Instrument deckt alles ab und ist deshalb so besonders", sagt Organistin Schusky. Flötistin Heike Zehe ist angetan von der Atmosphäre in der Kirche von 1721: "Hier entsteht eine sehr intensive Beziehung zwischen Musiker und Publikum."

 

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Nach der Veranstaltung:
Guy Bovet im Gepräch mit einigen zufriedenen Konzertbesuchern

 

Westdeutsche Zeitung,13.2..2007 - Oliver Richters

Heiter, ironisch und doch hochvirtuos - Guy Bovet begeisterte die Besucher
Schon der Titel mutet so seltsam wie vielversprechend an: "Tangos Ecclesiasticos", also kirchliche Tangos , versprach Guy Bovet am Sonntag an der Orgel der katholischen  Kirche zu spielen.  . . . Der Neuchâteler Organist hat seinen Zyklus von zwölf und einem Tangos im Jahre 2000 komponiert.
. . . Jeder Tango wird von einem spanischen Text begleitet, deren Übersetzungen Bovet am Sonntag vorlas.
. . . Auch Seitenhiebe kann sich Bovet nicht verkneifen: Spanische Orgelmusik behandelt  die Kunst des Pedalspiels im Gegensatz zur deutschen sehr stiefmütterlich, weshalb Bovet seinen Zyklus für Orgeln ohne Pedal schrieb. Von einen Stück gibt es allerdings eine zweite Fassung  für Pedalsolo "für die teutonischen Barbaren, die die Musik mit Füßen zu treten pflegen".
Das ganze ist also höchst ironisch, voller Witz und Esprit, gespickt mit Symbolen und Anspielungen. Kirchenchoräle und Tangos reichen sich die Hand, weltlich und geistlich, Spaß und Ernst, Populäres und Gelehrtes. Gleichzeitig handelt es sich auch um hinreißende, hochvirtuose Musik , die von den Zuhörern mit stehenden  Ovationen belohnt wurde.

 

Rheinische Post, 13.2.2007 -  Astrid Schoene

Virtuoser Tango-Reigen auf der Orgel
Trotz des ungewohnten Programms lockte das Orgelkonzert viele Besucher in die katholische Kirche. Mit dem Gespür des Komponisten für Klangmischungen stellte Guy Bovet, international gefragter Organist seine Tangos ecclesiasticos vor. Packende Stücke, ein Mix von kirchlich geprägter Musik und der Welt des Tangos.
Mit Humor und einer Prise Spott
Zwölf Tangos schrieb der Schweizer Komponist vor sechs Jahren für Orgel in jeder Kirchentonart. Was das Publikum an diesem Nachmittag besonders amüsierte, waren Bovets Kommentare. Humorvoll und in leisem Spott verpackt, führte er launig in seine Schöpfungen ein. . . .
Da er mit den klanglichen und technischen Möglichkeiten der Oberlinger Orgel glänzend vertraut war, setzte er dieses Potenzial auf brillante Weise ein. Orgeltöne mit eigenwilligen Klangeffekten, mit sakralen Momenten, mit spanischen Tangorhythmen und kubanischen Bossanova-Schritten. . .
Mit dem kanonartigen Tango de primer tono, mit einem Hauch von Gregorianik, hatte Guy Bovets einen originellen Reigen eröffnet. Jeden der Tangos malte der Komponist auf der Orgel anders und brachte sie auf Manualen und Pedalen schön zur Geltung.

 

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Rheinische Post, 29.1.2007 -  Astrid Schoene

Orgelmusik in barockem Glanz
 Wie berückend Orgelmusik mit sechs Händen klingen kann, bewies ein Meister-Trio am Sonntag in der prächtig besetzten evangelischen Kirche. . . .
Renate Schusky am Cembalo, Gerhard Tributh an der Orgel und Bernhard Theusen am Orgelpositiv entzückten dann auch ihr Publikum mit opulenten Klängen und echten Orgelraritäten.
Barocken Glanz, gleich zum Auftakt, bot das Bachsche Konzert für zwei Cembali, Streicher und Basso continue. Herrlich das silbrig feine Aufblühen der Cembali. Rund im Gesamtklang, durchsichtig, fast schwerelos, dennoch rhythmisch betont gespielt, erfreute das Stück Ohren und Herzen der Zuhörer.
. . .Zum Ausklang zweimal C. Ph. E. Bach. Sein sehnsuchtvolles, melancholisches Adagio d-moll für Orgel solo und die Sonatina B-Dur für zwei Cembali, Orchester  und B.c. In einem reizvollen und brillanten Zusammenspiel entließ das Haaner Orgeldreigestirn sein Publikum aus der warmen Kirche in das trübe nasskalte Winterwetter.

 

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Rheinische Post, 18.1.2007 -  Astrid Schoene 

Glänzender Jubiläumsauftakt
Hans-Ola Ericson aus Schweden eröffnete den 20. Haaner Orgelzyklus in der katholischen Pfarrkirche St. Chrysanthus und Daria. Er präsentierte skandinavische und französische Orgelmusik des 18. bis 20. Jahrhunderts. 
Kein zweites Musikinstrument verfügt über die klangliche und optische Vielfalt der Orgel. Davon konnte sich das begeisterungsfähige Orgel-Publikum in Haan wiedere überzeugen -  in einem glänzenden Jubiläumsauftakt. Hans-Ola Ericsson, Schwede und international anerkannter Organist, eröffnete in der sehr gut besuchten katholischen Pfarrkirche den 20.Haaner Orgelzyklus.
Und in bestem Deutsch führte er in den ausgewählten Kompositionen schwedischer und französischer Orgelmeister ein.
. . . Dann hieß es "Vive la France". Gleich vier Mal. Da konnte der schwedische Virtuose auf der Empore die Oberlinger Orgel voll auskosten. Das freie Schwelgen in Harmonien, Rhythmen, Klängen und dynamischen Kontrasten. Zuerst bei der reizvollen Musiksprache des blinden Notre Dame-Organisten Louis Vierne. Mit "Cathédrales" zauberte Ericson Notre Dame-Atmosphäre in die Pfarrkirche. .

 

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Rhein. Post, Donnerstag, 4.1.07, Lokalteil Hilden-Haan -  RALF GERAEDTS

…..  Die Orgel wird oft als „Königin der Instrumente“ bezeichnet. Insofern gibt es in Haan und Gruiten gleich mehrere dieser Hoheiten. Die Orgeln in der katholischen Pfarrkirche Haan und in der evangelischen Kirche Haan sind vor 20 Jahren gänzlich neu gebaut worden. Das Klangwerk in der Gruitener Dorfkirche wurde restauriert. Es waren Kantor Gerhard Tributh (evangelische Kirche) und Bernhard Theusen (damals Organist der katholischen Pfarre), die die neuen Instrumente planten und den Klangcharakter abstimmten. Wolfgang Herfet gehörte Mitte der 80-er Jahre zu einem Kreis, der sich bemühte, unter anderem durch den Verkauf alter Orgelpfeifen die Finanzierung des Projektes zu sichern. Die private Initiative dieser drei und weiterer Orgelmusikfreunde hat durch ihren unermüdlichen Einsatz das Kulturleben in der Gartenstadt bereichert. Für die nunmehr zum 20. Mal aufgelegte Konzertreihe darf schon jetzt Dank gesagt werden.

 

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Gregorianischer Tango - VON FABIAN WACHSMUTH.

 Zum 20. Mal veranstaltet der Verein „Orgel-Musik Haan“ seinen Orgelzyklus. Von Januar bis März bietet die Konzertreihe neben traditioneller Kirchenmusik auch Unterhaltsames für Einsteiger.

 Es waren Renovierungen, die sich für das Haaner Kulturleben bezahlt machen sollten: In den Jahren 1986 und 1987 wurden die Orgeln in der katholischen Kirche St. Chrysanthus und Daria sowie der evangelischen Kirche ersetzt. Die neuen, an der französisch-romantischen beziehungsweise norddeutsch-barocken Musik ausgerichteten Instrumente ließen Wolfgang Herfet im wahrsten Sinne des Wortes aufhorchen: „Wenn wir schon solche Orgeln haben, wollen wir sie auch für die Allgemeinheit nutzbringend einsetzen“, beschreibt Herfet seine damaligen Überlegungen.

 Infolge dessen rief er im Mai 1987 gemeinsam mit 20 Mitstreitern den Verein „Orgelmusik Haan“ ins Leben, der mit dem „Haaner Orgelzyklus“ zugleich eine neue Konzertreihe etablierte. Dieses Ereignis jährt sich nunmehr zum 20. Mal. Inzwischen ist der von Wolfgang Herfet geleitete Verein auf 39 Mitglieder angewachsen und der alljährlich zwischen Weihnachten und Ostern stattfindende Orgelzyklus macht neben den beiden Haaner Kirchen nun auch in den Gruitener Gotteshäusern Station. Dabei gastierten in den letzten zwei Jahrzehnten zahlreiche hochkarätige Interpreten aus dem In- und Ausland in der Gartenstadt – auch durchaus mit unterhaltsamen Akzenten. So gibt der Schweizer Organist Guy Bovet am 11. Februar in der katholischen Pfarrkirche gregorianische Melodien im Tangorhythmus zum Besten. „Wir wollten mal von der kirchlichen Tradition abweichen und Konzerte bieten, die auch für Laien vergnüglich zu hören sind“, erläutert die Vize-Vorsitzende von „Orgelmusik Haan“, Renate Schusky, das Konzept.

Die Konzertreihe wird mit Sponsorengeldern, insbesondere seitens der Stadt-Sparkasse Haan, Mitgliedsbeiträgen sowie einer Kollekte unter den Zuhörern finanziert. Allerdings lasse die Spendenbereitschaft der Besucher zu wünschen übrig, merkte Renate Schusky kritisch an: „Es grassiert noch die Vorstellung, dass Kunst kostenlos sei.“ Immerhin sei das Interesse an den Orgelkonzerten merklich gewachsen. „Das Publikum ist fachkundiger geworden“, hat der künstlerische Leiter des Orgelzyklus, Bernhard Theusen, festgestellt.

 

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WZ, Donnerstag, 4.1.07 - Von Andreas Keil

Haan: Orgelfreunde ziehen alle Register
 Innerhalb von 20 Jahren hat sich der Orgelzyklus Haan zu einer viel beachteten Konzertreihe etabliert. Angefangen hat alles mit zwei kaputten Instrumenten.
 Dass in den 80er Jahren beide Orgeln die der evangelischen und die der katholischen Kirchen in Haan nicht mehr zu reparieren waren, sei, so sagt Wolfgang Herfet mit einem Lächeln, eigentlich eine "glückliche Fügung" gewesen. Beide Kirchen erhielten neue, große Instrumente. Und Freunde der Orgelmusik setzten es sich zum Ziel, der Orgelmusik in Haan einen besonderen Stellenwert zu verschaffen. So entstand der Haaner Orgelzyklus, der in diesem Jahr mit seinem Trägerverein Jubiläum feiern kann. .............

Und dieser künstlerische Anspruch konnte in den letzten 20 Jahren befriedigt werden. Federführend waren es Renate Schusky als stellvertretende Vereins-Vorsitzende sowie Theusen und Tributh, die nicht nur selbst in die Tasten der beiden sehr unterschiedlichen Instrumente griffen, sondern auch namhafte Organisten aus der ganzen Welt nach Haan holten. Interpreten aus den USA, aus Moskau, St. Petersburg, Helsinki und vielen anderen Städten gaben Kostproben ihres Könnens.

 Erst waren es vier Konzerte, die immer von Januar bis Ostern in den beiden Kirchen gespielt wurden. Ab 1995 kam mit der Überholung der Orgeln in den Gruitener Kirchen ein fünftes Konzert hinzu, das immer abwechselnd in der evangelisch-reformierten Kirche und der Pfarrkirche St. Nikolaus gegeben wird. Interpreten und Programm richten sich immer nach den ganz speziellen Möglichkeiten der Instrumente aus. "Wir sind mit der Zeit dazu übergegangen, von reiner Kirchenmusik abzugehen und auch Programme mit Dingen zu bieten, die einfach nur gefallen", erklärt Renate Schusky die sich verändernde Philosophie.

 Und die Macher des Orgelzyklus' sind stolz auf das, was sie geschaffen haben. "Es gibt wohl keinen Komponisten von Bedeutung, der hier nicht gespielt worden wäre", betont Herfet. Und das Publikum weiß diese Qualität zu schätzen. Mit durchschnittlich 80 bis 100 Zuhörern sind die Konzerte des Zyklus' besser besucht als vergleichbare in Düsseldorf. "Das Publikum ist durch den Besuch fachkundiger geworden", ist sich Theusen sicher, dass der Verein etwas bewegt hat in der Haaner Kulturszene.

 Das schafft auch der Verein Orgelmusik nicht alleine mit seinen 39 Mitgliedern, die einen Beitrag von jährlich 18 Euro zahlen. Seit einigen Jahren wird kein Eintritt mehr zu den Konzerten erhoben und statt dessen um Spenden gebeten. Das brachte wohl mehr Zuhörer, aber nicht unbedingt mehr Geld. "Wir sind auf angemessene Spenden angewiesen, was in Haan nicht so funktioniert", stellt Renate Schusky fest. "An anderen Orten ist man gebefreudiger." Ohne Sponsoren wie die Stadt-Sparkasse Haan würde nichts gehen. Denn Organisten von internationaler Klasse kosten pro Auftritt 1000 bis 1200 Euro.

Und in dem Jahr des 20-jährigen Bestehens hat der Verein richtig zugeschlagen. Er bietet nicht nur ein Konzert mehr, sondern auch Interpreten, die man nur mit einem zweijährigen Vorlauf gewinnen konnte: den Schweden Hans-Ola Ericsson, den schweizer Komponisten und Organisten Guy Bovet sowie das Immortal Bach Ensemble. ..................……

 


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